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=== Im Einsatz bei der Polarluftflotte === Am 13. Februar 1936 wurde bei einer Besprechung im Kreml, an der neben Josef Stalin unter anderem auch die Flieger Sigismund Lewanewski und Michail Gromow teilnahmen, von dem Arktisforscher Otto Schmidt die Einrichtung einer auf einer driftenden Eisscholle befindlichen Polarstation vorgeschlagen. Der Transport und die weitere Versorgung des Lagers sollten durch Flugzeuge erfolgen. Der Vorschlag wurde angenommen und die Hauptverwaltung Nördlicher Seeweg mit der Organisation betraut. Als Flugzeug sollte die TB-3, die eine große Nutzlast transportieren konnte, zum Einsatz kommen. Als Ausgangsbasis sollte die Rudolf-Insel dienen, auf der schon 1932 eine Wetterstation eingerichtet worden war. In der folgenden Zeit wurde bei der Station unter der Leitung von Iwan Papanin ein Flugplatz angelegt und neue Lager- und Wohngebäude nebst Werkstätten errichtet.
Quellen: de.wikipedia.org
Im Werk Nr. 22 in Fili wurden vier speziell umgebaute ANT-6 (da die Flugzeuge zivil genutzt werden sollten, wurde die Werksbezeichnung verwendet) für die Polarluftflotte (Poljarnaja Awiazija) produziert. Sie waren den eisigen arktischen Verhältnissen angepasst. Die normalerweise offenen Pilotenkabinen erhielten aufgesetzte Kabinen, der untere Teil der Bugkanzel wurde nach vorn versetzt und schloss nun mit der Oberkante ab. Das Hauptfahrwerk wurde mit Kufen ausgerüstet, wobei die eigentlichen Haupträder mit zwei Metern Durchmesser unter dem Rumpf befestigt mitgeführt wurden. Die Lenkbarkeit am Boden wurde durch eine steuerbare Heckkufe verbessert. Als weitere Besonderheit erhielt jedes Flugzeug eine leistungsstarke Enteisungsanlage sowie einen 50 m² großen Bremsschirm im Heck, der die Landerollstrecke um die Hälfte reduzieren konnte und erstmals in der Geschichte der Luftfahrt Verwendung fand. Zusätzlich zur Bordfunkanlage wurde zur Kommunikation zwischen Pilot, Navigator und Funker noch eine Rohrpost installiert. Die Kennzeichen dieser vier Maschinen lauteten N-169 (Kommandant Ilja P. Mazuruk), N-170 (Michail W. Wodopjanow), N-171 (Wassili S. Molokow) und N-172 (Anatoli D. Alexejew). Der Buchstabe N kennzeichnete die Zuordnung zur Hauptverwaltung der Zivilluftflotte. Der Anstrich war in auffälligen orange-rot mit blau gehalten, um ein Auffinden bei Notlandungen im Eis zu erleichtern. Die verwendeten AM-34R-Motoren waren Spezialanfertigungen des Werkes Nr. 24 in Moskau für extrem niedrige Temperaturen und mit am Boden verstellbaren Dreiblatt-Metalluftschrauben ausgerüstet.
Quellen: de.wikipedia.org
Die Erprobung der als ANT-6-4AM-34R bezeichneten Flugzeuge führte Jakow Moissejew durch. Bedingt durch die aerodynamisch sauberere Konstruktion erzielte die Arktisversion im Vergleich zur herkömmlichen TB-3 bessere Flugleistungen. Sie war in der Lage, 14 Stunden in der Luft zu bleiben, konnte fast 12.000 Kilogramm Nutzlast befördern, womit sie in Bodennähe immer noch eine Geschwindigkeit von 240 km/h erreichte.
Quellen: de.wikipedia.org
Am 22. März 1937 begann der Verlegungsflug zur Rudolf-Insel, die jedoch wegen des extrem schlechten Wetters nach drei Zwischenlandungen mit Wartezeiten erst am 18. April erreicht wurde. Am 21. Mai 1937 schließlich landete das Führungsflugzeug mit Wodopjanow als Pilot am Pol und setzte die Expeditionsteilnehmer samt einem Teil der Ausrüstung ab. Die drei anderen ANT-6 landeten am 25. Mai beim Lager. Am 4. Juni wurde die Station Nordpol-1 durch Otto Schmidt eingeweiht und die Flugzeuge starteten zum Rückflug zur Rudolf-Insel. Wegen Treibstoffmangels musste die N-172 mit Anatoli D. Alexejew auf dem Eis notlanden, konnte aber, nachdem eine PS-7 (Pilot Pawel G. Golowin) Nachschub eingeflogen hatte, am 9. Juni ebenfalls zum Basislager fliegen. Die N-169 mit der Besatzung von Ilja P. Mazuruk wurde auf der Insel zur weiteren Versorgung der Expedition stationiert, die anderen Maschinen flogen zurück nach Moskau, wo sie am 25. Juni 1937 eintrafen. Im darauffolgenden Jahr nahm Wodopjanow mit seiner ANT-6 am 18. August 1938 an der alljährlichen Flugschau in Tuschino teil. Eine zweite, kleinere Expedition wurde ab dem 5. März 1941 durchgeführt. Die schon bei der Papanin-Expedition eingesetzte N-169 flog unter dem Kommando von I. I. Tscherewitschni mit einer Gruppe von Wissenschaftlern in Richtung Arktis, um die regelmäßige Durchführbarkeit von Versorgungsflügen für Arktisstationen zu testen. Ausgangsbasis war diesmal die Wrangelinsel. Zwischen dem 2. und 29. April 1941 flog die ANT-6 insgesamt dreimal driftende Eisschollen am Pol an und setzte Forscher darauf ab.
Quellen: de.wikipedia.org
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